Kampagne »Alltag ohne Gewalt«
Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen ist kein Privatproblem. Sie ist eine Menschenrechtsverletzung, die uns alle angeht. Mit der neuen Kampagne »Alltag ohne Gewalt« macht das Sächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhang (SMS) gemeinsam mit dem Landespräventionsrat (LPR) auf das Ausmaß und die Folgen geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt aufmerksam.
Ganz bewusst startet sie am 14. Februar, einerseits Valentinstag, andererseits Aktionstag »One billion rising«, der sich für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen einsetzt. Die Kampagne »Alltag ohne Gewalt« informiert über Ursachen, Warnsignale und Unterstützungswege und soll Betroffene und deren Umfeld stärken und ermutigen, einzuschreiten und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Kampagne ist Teil der Umsetzung des Landesaktionsplans (LAP) des LPR. Zudem hat Sachsen 2026 den Vorsitz der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister (GFMK) übernommen. Unter dem Leitthema »Gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit: Armut von Frauen ganzheitlich verstehen und wirksam begegnen« wird auch Thema sein, welche Wechselwirkungen zwischen geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Wohnungslosigkeit bei Frauen bestehen.
Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt treten unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status auf und bleiben oft lange unerkannt. Gerade weil Anzeichen nicht immer eindeutig sind, setzt die Kampagne auf alltagsnahe Motive, die zum Hinschauen und Nachfragen anregen: Ist beispielsweise das Telefon ein Instrument für Kontakt oder Kontrolle? Stehen die Eheringe für Zuwendung oder für Zwang? Ist der umgestürzte Stuhl ein Zeichen von Missgeschick oder Misshandlung?
Bis Ende 2026 setzt die Kampagne gemeinsam mit Partnern im sächsischen Gewaltschutznetzwerk wiederkehrend Schwerpunkte mit Informationen für Betroffene, das Umfeld, Fachkräfte und Interessierte. Untenstehend finden Sie Vorlagen für Plakate und Social-Media-Posts zum kostenlosen Download in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Polnisch, Tschechisch und Ukrainisch.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen können wir nur dann wirksam entgegentreten, wenn wir auch unser eigenes Verhalten hinterfragen. Und wenn wir umfassend über Ursachen, Mechanismen, Folgen und Unterstützungswege informiert sind.
Sozialministerin und stellv. LPR-Vorsitzende Petra Köpping





